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2-3 Zimmerwohnung, ca. 60 m2 Größe: In der westlichen Randbebauung entlang dem Heimatring. |
Wohnungen mit Erkerzimmern am Eingang der Wohnzeilen
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4-5 Zimmerwohnung mit ca. 105 m2 Größe und verglasten Erkerzimmern: In den östlichen Rand-bauten entlang der Stre-semannallee. |
Geschosswohnungen in den Wohnzeilen
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im Erdgeschoss
mit Garten-anteil, |
Einfamilienhäuser in den Wohnzeilen
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Maus über Legende |
Einfamilienhaus mit ca. 130 m2 Größe. Ursprünglich wahr-scheinlich für alle Wohnzeilen geplant, jedoch nur die Zeilen "Unter den Birken" und "Unter den Eichen" wurden ausgeführt. Heute sind davon 26 Einfamili-enhäuser in "Unter den Eichen" in Privateigentum. |
Die Einführung vom Wintergarten im sozialen Wohnungsbau
Das besondere
Merkmal der durchlaufenden Glas-veranda ist in der Heimatsiedlung
zum Markenzeichen für die Wohnungsbauarchitektur von Franz
Roeckle ge-worden. Er kann als Wegbereiter vom Wintergarten
im sozialen Wohnungsbau gelten. Die Glasveranda,
die sich sowohl bei den Mehrfamilienhäusern als auch bei den Einfamilienhäusern findet, sollte wohl in erster Linie zu einer
Bereicherung und der
räumlichen Erweiterung der Wohnung beitragen.
Die Funktion als Kältepuffer sowie die Nutzung der passiven
Sonnen-energie über die großen Glasflächen zur Erwärmung der
Innenräume war ein vermutlich positiver Nebeneffekt. Heute dient
die Glasveranda/ der Wintergarten in den privatisierten
Einfamilienhäusern meist aus-schließlich der
Wohnraumerweiterung. In den Mietwohnungen ist die Glasveranda
bzw. der Wintergarten auch nach den Modernisierungs-maßnahmen
wie ehedem unbeheizt und nur mit Einfachverglasung ausgestattet.
Die Besonderheit der 3 Bezüge der Wohnungen zum Außenraum
In den 3 bis maximal 4 geschossigen Wohnzeilen erhöhte der Architekt Franz Roeckle den Gebrauchswert der Wohnungen durch die jeweiligen verfügbaren Bezüge zum Außenraum:

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Im Dachgeschoss mit gedecktem Balkon,
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im 1. Obergeschoss über eine verglaste
Wintergarten,
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im Erdgeschoss über einen Freisitz und kleinen Gartenanteil.
Somit kommen die Bewohner der
Einfamilienhäuser in den Genuss, über drei
unterschiedliche Bezüge zum gestalteten Außenraum
verfügen zu können. Dieses Entwurfsprinzip von Architekt Franz
Roeckle, ursprünglich nur für Einfamilienhausbebauung in den
Wohnzeilen entwickelt, konnte bei der späteren Umplanung in
Mehrfamilienhausbebauung beibehalten werden. Bei gleichem
Fassadenentwurf ergab sich für die Etagenwohnungen je Geschoss
je ein Bezug nach Außen, sei es über die Glasveranda oder über
den gedeckten Balkon. Um allen Woh-nungen in den
Mehrfamilienhäusern einen Zugang zum Garten zu ermöglichen,
waren ursprüng-lich im Erdgeschoss sog. Gartenzimmer zur gemeinschaftlichen
Nutzung angeordnet. Später wurden diese Gartenzimmer zusammen
mit den Kammern im Erdgeschoss in zusätzliche Wohnungen
umgewandelt, die alleinigen Zugang zum Garten haben.
Die Ausstattung der Wohnungen
Alle Wohnungen der Heimatsiedlung waren für die damalige Zeit vorbildlich in der Ausstattung. Bestandteil einer jeden Wohnung war eine komplett eingerichtete helle geräumige Küche. Für die damalige Zeit hervorragend ausgestattet mit einem Warmwasseranschluss am Spülbecken und einem modernen Gasherd mit Backofen. Inwieweit die in der Heimatsiedlung eingebauten Küchen dem Typus der Frankfurter Küche der Architektin Grete Schütte-Lihotzky, einer Mitar-beiterin Ernst Mays, zuzurechnen sind, ist nicht eindeutig zu beantworten. Die eingebauten Küchen in der Heimatsiedlung entsprachen von den Abmessungen her in etwa der klassischen Frankfurter Küche mit ihrem Einheitsmaß von 1,90 x 3,40.
Zu jeder Wohnung
gehörte auch ein modernes gekacheltes Badezimmer mit Badewanne,
Waschbecken mit Spiegel und WC. Im Vergleich zu anderen
gleichzeitig entstandenen Siedlungsbauten war in der
Heimatsiedlung das Bad wesentlich geräumiger ausgelegt. Ver-vollständigt
wurde jede Wohnung durch geschickt angeordnete Wandschränke.
Die Ausstattung der Siedlung
Alle Wohnungen der Siedlung wurden mit Heizwärme und Warmwasser über drei mit Koks zu befeuernden Heizungsanlagen versorgt. Seit 1964 ist die Siedlung an die Versorgung mit Fernwärme der Stadt Frankfurt am Main angeschlossen. Neben den früheren Heizzentralen befanden sich siedlungseigene Waschküchen sowohl zum Selbstwaschen als auch als Lohn-wäscherei. Auch heute existiert noch eine Gemeinschaftswaschanlage.
Es gab eine eigene Radioanlage für die Mieter. Über Kabel wurde ein Programm von einer hohen Antennenanlage in die gesamte Siedlung verteilt, jede Wohnung hatte eine Anschluss, Benutzungsgebühren wurden an eine Antennengesellschaft bezahlt. Heute wird der Anschluss für das Kabelfernsehen genutzt.
Für den damaligen
Frankfurter Siedlungsbau außergewöhnlich ist auch das Angebot
einer, wenn auch nur geringen Anzahl von Garagen, die in die
Gebäude integriert wurden.
Wegen des Funkenfluges der Eisenbahn
musste
entlang
der Bahnlinie ein Geländestreifen bis zur Bebauung freigehalten
werden. So wurden dort Mietergärten, zwei große Spielplätze und
eine so genannter Rosen-garten angelegt. Die Parzellen konnten von
den Mietern für eine Mark im Monat gepachtet werden. Gemüseanbau
und Nutztierhaltung sollen darin jedoch nicht erlaubt gewesen
sein. Der Rosengarten war
für alle Mieter zugänglich und wurde von den Gärtnern der
Siedlung gepflegt. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde er
nicht wiederhergestellt. An seiner Stelle befinden sich heute eine
Tankstelle und ein Garagenhof.
Für die
Versorgung der Mieter mit den Dingen des täglichen Bedarfs waren
entlang der beiden
Erschließungsstrassen
Stresemannallee und Heimatring in den Erdge-schosszonen der
Häuser Läden und Werkstätten untergebracht. Des weiteren gab es
eine Poststelle und einige Arztpraxen. Verschiedene Geschäfte aus der Innenstadt
installierten Briefkästen zum Einwurf von Bestellungen, um
ihre Kunden, die nun in die neue Siedlung an den Stadtrand
gezogen waren, halten und beliefern zu können.
Heute wird es
immer schwerer, kleine Läden und Gewerbezonen zu betreiben,
dennoch ist die gewerbliche
Nutzung in der Heimatsiedlung z.B. vom Kiosk über den kleinen Lebensmittelhandel bis zum Friseur und Schuhmacher weiter
vorhanden. ![]()
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